
Das Elsternest ist ein Hausprojekt zum gemeinschaftlichen Wohnen, ein Lebenshof und ein Ökogarten im Osnabrücker Land und Teil des Mietshäusersyndikats.
Als WG leben wir gemeinschaftlich und solidarisch. Das bedeutet für uns, dass wir uns gegenseitig unterstützen, Sorgearbeit teilen und Entscheidungen im Konsens im Plenum treffen. Unser Nachhaltigkeitsverständnis beinhaltet das Teilen von Ressourcen und möglichst nichts neu zu kaufen, da wir in einer Überflussgesellschaft leben und Verantwortung dafür übernehmen müssen. Da wir aufgrund unseres Standorts im Außenbereich eine begrenzte Wohnfläche haben, fällt die individuell verfügbare Fläche recht klein aus. Der Garten ist jedoch ein Paradies und die Nutz- und Gemeinschaftsflächen groß 😉

Weitere Projekte sind
– Anlegen eines Permakulturgartens mit Obst- und Gemüseanbau
– Anlegen von Biotopen zur Förderung der Artenvielfalt
– Aufnahme von Tieren aus der Massentierhaltung, zu kleinen Ställen und anderen unerträglichen Orten
– Der Erhalt des Gebäudes und seine möglichst ökologische Fertigstellung auf der Grundlage von Baumaterialien, die auf dem Grundstück bereits vorhanden sind, da wir dieses mit gesamter Einrichtung vom Vorbesitzer übernommen haben. Wir leisten davon viel in Eigenarbeit und in Zusammenarbeit mit sachkundigen Bekannten (LinkeWinkel; E-Mail: lw270[ät]posteo.de)
– Vernetzung in der Nachbar*innenschaft
– Lebensmittelrettung
– Umverteilen
Wir positionieren uns politisch antikapitalistisch, feministisch, vegan, sowie gegen jede Form der rassistischen, klassistischen, queerfeindlichen Diskriminierung und gegen die Ausbeutung von Mensch, Tier, Natur. Damit hinterfragen wir auch normalisierte Praktiken, die auf Ausbeutung beruhen, wie manche Formen der Lohnarbeit und des Konsums. Wir organisieren uns mit anderen Freiraumkämpfen im Osnabrücker Raum und solidarisieren uns mit Lebensraumkämpfen überall.
Ein Ziel ist es, der Klimakrise sowie rechten Tendenzen entgegenzuwirken.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen Ort zu schaffen, der möglichst frei von Hierarchien und Diskriminierung ist und an dem kollektive Wege gesucht werden. Dementsprechend soll das Miteinander auf Augenhöhe sein und einen sozialen Mehrwert mit sich bringen. Die Existenz des Elsternest soll zu einer solidarischeren Gesellschaft beitragen. Wir wollen durch das Vorleben und ggf. durch Bildungsarbeit ein Bewusstsein dafür schaffen, dass natürliche Ressourcen begrenzt sind und geschützt werden müssen, zur Artenvielfalt und Biodiversität beitragen, Praktiken des Anbaus und der Verarbeitung von Gemüse, Obst und Kräutern aufrecht erhalten und den individuellen Ressourcenverbrauch verringern, während wir uns natürlich darüber bewusst sind, dass die Anhäufung von Kapital und Macht durch Reiche und Großkonzerne die größten sozial-ökologischen Schäden anrichten und dem mit politischem Aktivismus begegnet werden muss. Mit dem Freiraumbündnis wollen wir im Raum Osnabrück das Bewusstsein für unkommerzielle Räume, die von unten von den Menschen für die Menschen gestaltet werden.


Mit dem Mietshäusersyndikat schaffen wir einen Mietraum, der bezahlbar bleibt und somit offen für finanziell schwache Menschen ist. Wir begrüßen Diversität. Wir planen das UG barrierefrei auszubauen damit auch alte oder kranke Menschen hier wohnen können. Wir wollen uns mit dem benachbarten Altenheim vernetzen und nachbarschaftliche Kaffeekränzchen anbieten.

Wir wollen Menschen empowern, sich auszuprobieren und selbst zu organisieren, um mehr Autonomie zu erlangen, z.B. durch Workshops, Handwerk, Gemüseanbau, politische Organisation und uns dafür einsetzen, dass Menschen wieder mehr auf soziale Sicherheiten bauen als auf rein finanzielle.